Tierärzte in Gökova: Kontakt zur Arbeitsgruppe:

 

Hasan Ulas Gökduman,
Gökova  0533 475 27 71

Göksel Bayramlı,
Gökova 246 6629

Anita Dehniger
Yasemin Ilseven
(Spricht Deutsch
     

243 4099
0531 491 8935

 

G.A.S.-Der Arbeitsgruppe Strassenhunde

    
 

Krankheiten bei Hunden und Katzen

Mit diesen Informationen wollen wir Ihnen, liebe Tierfreunde, eine Übersicht über die häufigsten Erkrankungen Ihrer Haustiere geben. Wir wollen aber betonen, dass keine Seite im Internet, kein Buch und auch kein Rat, wenn er auch noch so gut gemeint ist, den Ihnen ein anderer Tierfreund gibt, den Tierarzt ersetzen kann. Ein krankes Tier muss einem Tierarzt vorgestellt werden. Nur er kann anhand aller Symptome die richtige Diagnose erstellen.

Gegen viele Infektionskrankheiten beugen die jährlich aufzufrischenden Impfungen vor.
Diese Übersicht wurde von Tierarzt DR. WOLFGANG KÖNIGSDORFER, 2700 WIENER NEUSTADT, Tel.: 02622 / 23 7 43 erstellt.
Diese Seite wird laufend erweitert.
Folgende Hundekrankheiten machen uns Tierschützern, die im Mittelmeerraum helfen, grosse Sorgen. Zwar sind diese Krankheiten auch in Mitteleuropa nicht gänzlich unbekannt, aber im Mittelmeerraum, das heisst, in den beliebten Urlaubsgebieten, sind bis zu 40% der Hunde davon betroffen. Wenn Sie mit Ihrem Hund dorthin auf Urlaub fahren, kann er sich infizieren.
Sollten Sie ein armes Tier aus dem Süden mit nach Hause nehmen wollen, kannes von der einen oder anderen Krankheit betroffen sein. Ihr erster Weg inÖsterreich oder Deutschland muss in jedem Fall mit Ihrem Neuankömmling zu einem erfahrenen Tierarzt führen. Sie sollen ihm sagen, woher das Tier kommt. Er wird dann Bluttests machen und gegebenenfalls eine Behandlung durchführen.
Die Meinung: "Dieses Tier ist sicherlich gesund," ist Vogel-Strauss-Politik.
Ein Test bringt Klarheit, eine frühe, rechtzeitige Behandlung bringt Erfolg.

EHRLICHIOSE
Erreger: Ehrlichia canis
Überträger: Zecke
Verbreitung: vor allem Afrika, Südeuropa, Mittelmeerraum
Inkubationszeit: 1 - 3 Wochen
Symptome: Lymphknotenschwellung, aszites Lungenödem, Nieren-, Magen- und Darmentzündungen
Nachweis: Blutausstrich
Behandlung: Antibiotika

BORRELIOSE (Lyme Disease)
Erreger:Borrelia Burgdorferi
Überträger:Zecke
Verbreitung: weltweit (auch in Österreich und Deutschland)
Symptome: Fieber, Mattigkeit, Gelenks- und Muskelentzündungen, Herzmuskelentzündung, Hautrötungen (vor allem beim Menschen, beim Hund seltener), nervale Symptome.
Behandlung: Antibiotika, unter Umständen langwierig
Diagnose: Labor, aufwendig, oft unzuverlässig
Impfung: möglich und empfehlenswert

LEISHMANIOSE (KALA-AZAR)
Erreger: Leishmania donovani, Protozoon
Überträger: Sandfliege (stechend-saugendes Insekt)
Verbreitung: weltweit. Nach Mitteleuropa wurde die Sandfliege durch den ständig zunehmenden Reiseverkehr eingeschleppt. In den südlichen Urlaubsgebieten, nicht nur im Küstenbereich, ist die Infektionsgefahr enorm gross, ein hoher Prozentsatz der Tiere ist infiziert.
Hauptwirte: Mensch, Hund, Katze, Nager
Inkubationszeit: Wochen bis Monate
Symptome: Fieber, Anämie, Lymphknotenschwellung, Milzschwellung, Bauchwassersucht, beim Hund Hautveränderungen, Knötchen, Verdickungen, Schuppung, Geschwüre an den Pfoten Hautwunden vor allem an den Ohren, im inneren Ohr, um die Nase, Augenlider, Genitalbereich.
Impfung: nicht möglich; vorbeugenden Schutz bietet z. B. das Hundehalsband Scalibor!
Es gibt Therapien bei Erkrankung. Diese sind bevorzugt bei jungen Tieren erfolgreich.
Keine oder nur sehr geringe Infektionsgefahr besteht, wenn die Lufttemperatur unter 15 Grad sinkt, da dann keine Stechmücken mehr unterwegs sind.

STICKER - SARKOM
Venerischer Tumor des Hundes, Übertragung beim Geschlechtsverkehr, Virus-Beteiligung nicht nachgewiesen, aber auch nicht auszuschliessen.
Verbreitung: weltweit, vor allem in tropischen und subtropischen Zonen, endemisch auch in Südosteuropa, vor allem bei Streunern.
In Griechenland und in der Türkei stark verbreitet
Symptome: rötliche, knotige, stark durchblutete Geschwülste an den Genitalschleimhäuten; selten auch Übertragung durch Lecken auf Nasen-Maulbereich.
Diagnose: Histologisch
Behandlung: im Frühstadium operativ, Chemotherapie

Weitere, auch bei uns in Mitteleuropa verbreitete Krankheiten:

TOLLWUT (RABIES)
Erreger: Rhabdovirus
Verbreitungsgebiet: weltweit können alle Warmblüter, auch Vögel davon betroffen werden. In Europa sind derzeit tollwutfreie Gebiete z.B. Norwegen, Schweden, Finnland, Grossbritannien
Übertragung: infektiöser Speichel, über Hautwunden, Biss!!!
Inkubationszeit: 1 Woche bis zu mehreren Monaten
Hauptsymptome: stupider, teilnahmsloser Blick,
Verhaltensänderung: abnorme Zutraulichkeit, besondere Aggressivität, dranghaftes, stures Dahinlaufen, wütendes Zerbeissen und Fressen von unverdaulichen Fremdkörpern; Speicheln, Lähmungserscheinungen, ungleiche Pupillen
Diagnose: Immunofluoreszenz, Nachweis der NEGRI-Körperchen im Gehirngewebe
Prognose: infaust, keine Heilung möglich
Behandlung: beim Tier verboten
Impfung: bewährt, dringend empfohlen!!!!!
Achtung: auch auf den ungeimpften Menschen übertragbar!

HUNDE-STAUPE (DISTEMPER)
Erreger: Morbillivirus
Verbreitungsgebiet: weltweit
Übertragung: mittel- und unmittelbarer Kontakt, Augen und Nasensekret, Urin
Inkubationszeit: 3 – 6 Tage
Symptome: Entzündungen des Atmungs- und des Magen – Darmtraktes, der Harn- und Geschlechtsorgane, des Herzmuskels, Augen – und Ohrenentzündung, Fieber, in der Folge Erscheinungen von Erkrankung des Zentralnerventums.
Diagnose: Immounofluoreszenz, Labor
Prognose: je nach Erkrankungsstadium: gut - schlecht
Behandlung: symptomatisch, Passiv-Immunisierung
Impfung: bewährt, sehr empfehlenswert

PARVO-VIROSE des Hundes (”Katzenseuche”)
Verbreitung: weltweit
Übertragung: mittel- und unmittelbarer Kontakt, Kot
Inkubationszeit: wenige Tage
Hauptsymptome: blutiger Durchfall, Erbrechen, Apathie, Herzmuskelentzündung
Diagnose: serologisch
Prognose: hohe Sterblichkeit, vor allem bei Welpen, sowie bei geschwächten und alten Hunden
Therapie: symptomatisch, Passiv-Serum
Impfung: bewährt, sehr empfehlenswert