Tierärzte in Gökova: Kontakt zur Arbeitsgruppe:

 

Hasan Ulaþ Gökduman,
Gökova  0533 475 27 71

Göksel Bayramlý,
Gökova 246 6629

Anita Dehniger
Yasemin Ilseven
(Spricht Deutsch
     

243 4099
0539 483 6652

 

Die Arbeitsgruppe Strassenhunde der Freunde von Akyaka

    
 

Wer sind wir und was wir tun:

Besucher in Akyaka fragen sich oft was mit den vielen Hunden auf der Straße oder am Strand im Winter geschieht, und wer gewährleistet, daß sich eine Anzahl von Einwohnern (das sind WIR!) um den Wohlstand der Tiere kümmert, nachdem die Restaurants schließen und die Kälte unf Feuchtigkeit des Winters beginnt. Wir unterstützen das „Neuter & Release“ (Kastrieren & Freilassen) Programm, ins Leben gerufen von dem Verein der Tierfreunde von Fethiye (im Weiteren FHDD) , das nicht nur mehrere europäische Tiervereine unterstützen, sondern das zunehmend auch in der Türkei Anerkennung findet. Die Bedeutung des neuen Tierschutz-Gesetzes (Gesetz Nr. 5199), das gerade durch das Parlament verabschiedet wurde, wird nun, wenn auch langsam, überall im Land realisiert.

Streunende Hunde und Katzen sind ein Problem in der Türkei, speziell in den Urlaubszentren und so auch in Akyaka. An solchen Orten, wo im Sommer viele Besucher kommen und alle Pensionen und Restaurants geöffnet sind, „entledigt“ man sich gerne ungewollter Tiere.

Einige Besucher aus den großen Städten denken, daß hier die Hunde leicht Futter finden können und am Ende des Familienurlaubs gibt es dann für diese Haustiere keine Rückfahrt mehr…
Zu anderen Zeiten im Jahre bringen Einwohner der umliegenden Ortschaften manchmal ein halbes Duzend oder mehr Hunde und lassen diese hier einfach frei – diese Tiere streunen dann und „spielen“ mit den Hühnern im Dorf. In früheren Jahren ist die Gemeindeverwaltung dem Problem mit der traditionellen Methode des Giftstreuens begegnet. Vergiftung ist heute nicht nur gegen das Gesetz, sondern auch eine grausame Methode.

Eine andere häüfig angewandte Methode ist, die Tiere einzufangen und an einer weit entfernten Stelle wieder auszusetzen. Einzelne verärgerte Nachbarn haben auch Hunde genommen und, wie in einem Fall bekannte wurde, 18 km entfernt in einem anderen Ort wieder freigelassen. Zum Glück gab es in diesem Fall ein gutes Ende – der Hund fand seinen Weg in 3 Tagen wieder zurück (wir wissen nicht wie!) und wurde dann von uns in Obhut genommen, bis wir einen neuen Besitzer fanden.
All dies verursacht Ärger und Widerstand bei unseren Tierfreunden. Ausländische Touristen sind außerdem häufig schockiert wenn sie solche Ereignisse miterleben oder erfahren.

Vor kurzem besuchte uns die FHDD für 2-3 Tage (meist zweimal jährlich) und unsere kleine Gruppe von lokalen Tierfreunden sammelte die Hunde früh morgens ein und brachte sie zu der mobilen Klinik, die neben Rathaus parkte. Dort wurden die Tiere sterilisiert, gegen Tollwut geimpft, entwurmt und am Schluß mit einem Ohrclip gekennzeichnet für unsere Datenbank, die wir seit 2001 aktuell halten. Diese Maßnahmen werden von der Gemeindeverwaltung unterstützt und haben auch die Einstellung der Einwohner und vor allem deren Kinder verändert, die vorher streunenden Hunden gegenüber oft sehr ängstlich waren.
Während dieser umfangreichen medizinischen Behandlung gehen die Schulkinder vorbei und sind fasziniert vom Anblick der auf einem Teppich liegenden „schlafenden Hunde“ und der auf ihre Operation wartenden angebundenen Hunde. Sie beobachten die Helfer, die sich um die aus der Narkose erwachten vierbeinigen Patienten kümmern. Es gibt einige Kinder, die mithelfen und so aus erster Hand lernen, daß „Neuter & Release“ weitaus besser ist als vergiften! Manchmal haben wir auch einen so direkten Erfolg, daß ein Einwohner einen Straßenhund „adoptiert“ und es gibt mittlerweile schon einige Hundehütten neben den Häusern an der Strasse, die den Tieren Schutz vor der Sonne im Sommer und dem Regen im Winter geben. Die Bevölkerung ist nun in den Wintermonaten viel mehr bereit, die Hunde zu füttern und hat gelernt, die Tiere nicht mehr als Bedrohung zu sehen. In den Sommermonaten führen die Straßenhunde ein bequemes Leben, da die ausländischen Touristen ihre besten Freunde sind, sie gut behandeln und mit Leckerbissen verwöhnen. Manchmal kann man sogar beobachten, daß ein Hund und ein Tourist auf einer Liege am Strand liegen!

Leider befürchten einige der Veterinäre im Umkreis, daß die mobile Klinik ihnen die Arbeit und den Verdienst wegnähme, die ihnen zustehen und sie gingen soweit, die FHDD an einem erneuten Besuch zu hindern. Dies hat uns einen enormen Rückschlag versetzt, da einige Anwohner für einen Hund oder eine Katze, die in ihrer Nähe leben, nun einen hohen Preis für eine Sterilisation zahlen müssen. Glücklicherweise gibt es aber immer noch einige Veterinäre, die Operationen für Straßentiere zu stark vergünstigten Preisen durchführen. Dafür haben wir spezielle Verträge ausgehandelt und kümmern uns auch selber um den Transport und die Nachsorge.

Im letzten Jahr erhielten wir von unserem Bürgermeister die Erlaubnis einen Secondhandstand auf dem Wochenmarkt einzurichten und obgleich dies ein völlig neues Konzept in ländlichen Gegenden ist – es ist nicht die Norm, überflüssig viel zum Anziehen zu haben – haben ein großes Interesse geweckt und vor Allem ausländische Anwohner spenden sehr freigebig Waren an uns. Natürlich ist der Stand auch ein sehr schöner Treffpunkt, um mit den Leuten über unsere Arbeit zu sprechen. Wir freuen uns auch über jede Spende in Form von Hundefutter oder Medikamenten. Aus den Erträgen unseres Wochenmarktstandes finanzieren wir zusätzliches Futter für den Winter, Vitaminepräparate, Wurmtabletten und eventuelle Rechnungen beim Veterinär im Falle eines Unfalls. Aber unsere Hauptausgabe ist für Benzin, denn dies ist in der Türkei weitaus teurer als in Europa! Wir müssen regelmäßig nach Fethiye (180 km Hin- und Rückfahrt) fahren, um Tiere zu sterilisieren oder Welpen ein neues Zuhause zu geben (FHDD ist als Tierschutzverein sehr bekannt und Ortsansässige wissen oft, wo man einen neuen Hundebesitzer finden kann).
 

UND WAS GESCHIEHT IN ZUKUNFT?

Wir möchten versuchen, unsere Gemeinde davon zu überzeugen, daß Straßen- oder Strandhunde, die harmlos sind und die jedermann gern hat, besser sind als ein Tierasyl nach alten Stil, wo Hunde und Hündinnen zusammengepfercht in einer miserablen Behausung außerhalb des Ortes leben. Tierliebhaber kostet es eine große Überwindung, dort hineinzuschauen! Was wir bräuchten, wäre ein organisiertes Zentrum, wo streunende Hunde und Katzen gesammelt werden, sterilisiert, geimpft, entwurmt und danach wieder auf die Strasse zurückkehren können, woher sie kamen. Nur aggressive, sehr alte oder kranke Tiere sollten dort einen bleibenden Unterschlupf finden. Wir benötigen außerdem von der Gemeinde die Unterstützung durch einen ortsansässigen Veterinär für notwendige Operationen. Das so gesparte Geld könnte in Zukunft für Benzin verwenden werde. Solch ein Zentrum mit Sterilisationsmöglichkeiten ist exakt das, wozu das neue Tierschutzgesetz ALLE Stadtverwaltungen verpflichtet.

Wir müssen also wirklich hart arbeiten, um unsere Gemeindeverwaltung zu überzeugen. Diese beiden Ziele laufen konform mit den Zukunftsplänen des FHDD. Die Türkei ist ein großes Land, in dem es so viele Städte und Gemeinden gibt, wo Tierschutz auf der Liste der Prioritäten ganz unten steht. So wäre es sehr bedeutsam, wenn in Bezirken, in denen lokale Unterstützung besteht, die FHDD sich auf ihre Pionierarbeit konzentrieren könnte. Nehmen Sie sich etwas Zeit und schauen Sie auch auf ihre website. Dort können Sie auch die sehr schöne Zeitung lesen, die monatlich erscheint. (http:/www.straydogsturkey.org)


WOBEI KÖNNEN SIE UNS NUN HELFEN?
Viele Akyaka Touristen kommen Jahr um Jahr wieder und verfolgen die Schicksale ihrer vierbeinigen Freunde. Einige sogar arrangieren es, ihren Favoriten mit nach Europa zu nehmen, so daß einige unserer Hunde nun schon in Deutschland oder Holland leben.

Wir möchten IHNEN einige unserer überaus liebenswürdigen Straßenhunde präsentieren, von denen wir wissen, daß irgendwo JEMAND ihr treuer Freund wird. Lesen Sie ihre Geschichten und wenn Sie sich entscheiden, daß sie helfen möchten, einen von ihnen glücklich zu machen und ihm ein sicheres und liebevolles Zuhause zu geben, dann schreiben Sie eine mail an uns. Auf unseren zum Download angeboten Links erfahren Sie mehr über Verordnungen betreffend Haustiere in den EU-Ländern und erfahren alles über die notwendigen Dokumentationen und Injektionen etc. Wenn Sie sich für einen Hund entschlossen haben, helfen wir Ihnen gern bei den notwendigen Formalitäten. Es gibt auch einige Zentren in der Türkei, wo man einen Hundetransport in ein neues Zuhause auf dem europäischen Festland erledigen lassen kann.